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12.08.16 10:53

Spielen und toben im Freien

 

Kinder profitieren in vielerlei Hinsicht

sup.- Früher eine nicht erwähnenswerte Selbstverständlichkeit, mittlerweile zunehmend eine Ausnahme: Kinder sollten täglich ausgiebig im Freien toben und spielen. Von solch einem Freizeitverhalten profitieren sie in vielerlei Hinsicht. Jüngste Erkenntnis: Auch die Augengesundheit wird dadurch gefördert. „Sind Kinder täglich zwei Stunden draußen, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie kurzsichtig werden, um mehr als die Hälfte“, bestätigt Prof. Frank Schaeffel vom Zentrum für Augenheilkunde (Universitätsklinikum Tübingen). Der Grund: Ein Mangel an Tageslicht begünstigt Fehlsichtigkeiten. Draußen ist es je nach Wetterlage 20- bis 200-mal heller als drinnen.

Schon länger bekannt ist, dass regelmäßige Aufenthalte an der frischen Luft die psychische Stimmung bei Menschen positiv beeinflussen, weil durch Sonneneinwirkung die Bildung des Wohlfühlhormons Serotonin angeregt wird. Bei Kids kommt hinzu: Tägliche körperliche Aktivität im Freien bildet eine ganz wesentliche Basis für gesundes psychisches, aber auch physisches Heranwachsen.

Der weit verbreitete Bewegungsmangel, der kennzeichnend für die heutige Kindheit ist, begünstigt bei einem Organismus in den Wachstumsphasen Fehlentwicklungen, die oft zu nicht wieder gut zu machenden dauerhaften Schäden führen. „So werden zunehmend schon bei Kindern Verschleißerkrankungen wie Bluthochdruck, Gefäßverkalkungen, Diabetes sowie Bandscheibenvorfälle festgestellt, die früher eigentlich älteren Mitbürgern vorbehalten waren“, warnt Dr. Axel Armbrecht (Institut für Bewegungstherapie, Eutin), der sich für die Ratgeber-Portale www.komm-in-schwung.de sowie www.fitte-schule.de engagiert. Er appelliert eindringlich an Eltern, mehr Wert auf regelmäßige und dem Alter ihrer Kinder angepasste Bewegung, bevorzugt im Freien, zu legen. „Es lohnt sich immer, die Kinder in dem Aufbau ihrer körperlichen Fitness zu unterstützen, denn auch die geistige Entfaltung junger Menschen wird maßgeblich davon beeinflusst“, betont Dr. Armbrecht.

Foto: Fotolia / Shmel


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